Kalenderblatt vom 26. Juni 2017

Heute
Montag

Losung

Nimm ja nicht von meinem Munde das Wort der Wahrheit.

Psalm 119,43

Lehrtext

Dafür halte uns jedermann: für Diener Christi und Haushalter über Gottes Geheimnisse. Nun fordert man nicht mehr von den Haushaltern, als dass sie für treu befunden werden.

1.Korinther 4,1-2

Aktuelle Woche

  • Kirchliche Woche
    Sonntag, 25.06.2017 bis Samstag, 01.07.2017
  • Wochenspruch

    Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. (Mt 11,28) 

  • Feiertag
    2. Sonntag nach Trinitatis
  • Erklärung

    Eingeladen in das Gasthaus Gottes, eingeladen um sich stärken zu lassen, um die Gemeinschaft mit anderen zu erfahren, eingeladen, um mit anderen und mit Gott zu feiern, eingeladen und nicht ausgegrenzt, so der Ton des 2. Sonntags nach Trinitatis. Der Wochenspruch mag als Leitgedanke über den Bibeltexten, den Liedern und vor allem über dem feiern stehen: Kommt her zu mir alle.

     

  • Thema
    Die Einladung

Mt 22, 1-14

1 Und Jesus fing an und redete abermals in Gleichnissen zu ihnen und sprach

2 Das Himmelreich gleicht einem König, der seinem Sohn die Hochzeit ausrichtete.

3 Und er sandte seine Knechte aus, die Gäste zur Hochzeit zu rufen; doch sie wollten nicht kommen.

4 Abermals sandte er andere Knechte aus und sprach: Sagt den Gästen: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh ist geschlachtet und alles ist bereit; kommt zur Hochzeit!

5 Aber sie verachteten das und gingen weg, einer auf seinen Acker, der andere an sein Geschäft.

6 Die Übrigen aber ergriffen seine Knechte, verhöhnten und töteten sie.

7 Da wurde der König zornig und schickte seine Heere aus und brachte diese Mörder um und zündete ihre Stadt an.

8 Dann sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Gäste waren's nicht wert.

9 Darum geht hinaus auf die Straßen und ladet zur Hochzeit ein, wen ihr findet.

10 Und die Knechte gingen auf die Straßen hinaus und brachten zusammen, alle, die sie fanden, Böse und Gute; und der Hochzeitssaal war voll mit Gästen

11 Da ging der König hinein zum Mahl, sich die Gäste anzusehen, und sah da einen Menschen, der hatte kein hochzeitliches Gewand an,12 und sprach zu ihm: Freund, wie bist du hier hereingekommen und hast doch kein hochzeitliches Gewand an? Er aber verstummte.13 Da sprach der König zu seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße und werft ihn in die äußerste Finsternis! Da wird sein Heulen und Zähneklappern.

Andacht in dieser Woche nicht zum Predigttext 

Andacht der Woche

Ha! Endlich Ferien! Unsere Töchter haben am Mittwoch sofort den Schalter auf Chillen umgestellt. Rauf aufs Sofa, chatten mit Freundinnen, lesen oder durchs kühle Haus wuseln, während draußen der Garten in der Hitze brütet.

Unbeschwert. Denen gelingt das problemlos. Vergessen der Stress um die letzten Tests in der Schule, die Französischvokabeln. Jetzt sind Ferien. Und Urlaub für die Großen.

Was aber, wenn das Loslassen vom Alltagsstress nicht so einfach gelingen will? Wenn einer den Kopf und die Seele so voll hat, das er nicht abschalten kann. Ein anderer hat vielleicht sogar Angst vor der Urlaubszeit. Die Familie hockt eng beisammen. Die unterschiedlichen Wünsche, wie Entspannung zu erreichen ist, führen eher zu Verspannungen im Familiengefüge.

Kinder, die sonst erst am späten Nachmittag aus der Schule kommen, sind auf einmal den ganzen Tag mehr oder weniger sicht- und ansprechbar. Der Chef erwartet auch im Urlaub eine Erreichbarkeit, der Laptop muss mit. Könnte ja was Wichtiges sein, was schnell abgearbeitet werden muss. Und so geht es denn los.

Wissen Sie, dass unter den Top Ten der Erholungsaktivitäten der Deutschen ganz vorn Natur und (historische) Kultur stehen? Möglichst mit dem Fahrrad raus, leichtes Gepäck. Der Wunsch nach Entlastung ist groß. Ballast abwerfen. Den Horizont sehen, sich an den kleinen Dingen des Lebens oder dessen großen Wundern erfreuen.

Dazu gehört auch, man höre und staune, immer wieder der Versuch, Kirchen zu besuchen. Natürlich nicht zur Gottesdienstzeit, sondern einfach so, am Weg, zwischendurch. Menschen suchen einen Rastplatz für die Seele. Übertreten eine Schwelle und lassen sich durch Ruhe, Kühle, einen stillen Moment, ein Bild oder ein Gebet aus dem Gästebuch in der Seele berühren. Lasten fallen ab, Gedanken werden frei.

Die Touristiker sagen, dass Menschen in einer schnelllebigen Zeit, in der Hektik und Stress den beruflichen wie privaten Alltag kennzeichnen, eine immer größere Sehnsucht nach Sinnhaftigkeit, wertvollen Ereignissen, geistiger Erholung und seelischer Entspannung entwickeln. Wie schön, dass neben den katholischen auch immer mehr evangelische Kirchen ihre Türen dauerhaft öffnen und Menschen den Raum geben, den die Seele manchmal braucht.

Die Gemeinden handeln damit übrigens direkt im Auftrag Jesu. Er sagt: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken!“ Zu finden im Matthäusevangelium. Dieses Wort soll uns in der kommenden Woche begleiten und vielleicht auch durch die gesamte Urlaubszeit.

Pastor Ulrich Hirndorf 

Liturgische Farbe

Liturgische Farbe Grün - Bild von Erich Grün

Grün als Farbe der erwachenden und lebenden Natur bestimmt die Sonntage nach Epiphanias bis zur Passionszeit und die Sonntage nach Trinitatis.

Bild: Sammlung Erich Grün                  (c) Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium

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Wochenlied

Ich lobe dich von ganzer Seelen (EG 250 ) und Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn (EG 363 )