Kalenderblatt vom 30. April 2017

Heute
Sonntag

Losung

Der HERR dachte an uns, als wir unterdrückt waren, denn seine Güte währet ewiglich.

Psalm 136,23

Lehrtext

Wenn euch der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.

Johannes 8,36

Aktuelle Woche

  • Kirchliche Woche
    Sonntag, 30.04.2017 bis Samstag, 06.05.2017
  • Wochenspruch

    Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben. (Joh 10, 11a. 27-28a) 

  • Feiertag
    Miserikordias Domini (2. Sonntag nach Ostern)
  • Erklärung

    Gott ist der gute Hirte, der es an nichts fehlen lässt: Der Psalm vom Hirten ist vielen noch bekannt. Der Sonntag Miserikordias Domini handelt von der „Güte des Herrn“ und benutzt dazu das Bild des Hirten, ein Bild, das sich als roter Faden zwischen den biblischen Buchdeckeln zieht: Die Sorge um Wohlergehen und Recht für jeden Menschen. Aufgrund von Gottes Güte und Sorge jedenfalls müsste niemand Mangel haben und niemand bedroht sein.
    Die Texte dieses Sonntags stellen darüber hinaus auch die Frage: Wer ist ein guter Hirte? Jesus nennt sich als Beispiel (Johannesevangelium 10). Doch wer folgt diesem Beispiel, wer sonst noch weidet wen, wie es recht ist? Wer lässt wen wie an der Güte des Herrn teilhaben? Fragen nicht nur an die Amtsträger, die Hirten genannt werden. Fragen an diejenigen, die Verantwortung tragen, die leitende Positionen innehaben, Fragen aber auch an jeden einzelnen im Volke Gottes.

  • Thema
    Der gute Hirte

Hes 34, 1-2 (3-9) 10-16.31

1 Und des HERRN Wort geschah zu mir:

2 Du Menschenkind, weissage gegen die Hirten Israels, weissage und sprich zu ihnen: So spricht Gott der HERR: Wehe den Hirten Israels, die sich selbst weiden! Sollen die Hirten nicht die Herde weiden?

(3 Aber ihr esst das Fett und kleidet euch mit der Wolle und schlachtet das Gemästete, aber die Schafe wollt ihr nicht weiden.

4 Das Schwache stärkt ihr nicht, und das Kranke heilt ihr nicht, das Verwundete verbindet ihr nicht, das Verirrte holt ihr nicht zurück, und das Verlorene sucht ihr nicht; das Starke aber tretet ihr nieder mit Gewalt.

5 Und meine Schafe sind zerstreut, weil sie keinen Hirten haben, und sind allen wilden Tieren zum Fraß geworden und zerstreut.

6 Sie irren umher auf allen Bergen und auf allen hohen Hügeln und sind über das ganze Land zerstreut, und niemand ist da, der nach ihnen fragt oder sie sucht.

7 Darum hört, ihr Hirten, des HERRN Wort!

8 So wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: Weil meine Schafe zum Raub geworden sind und meine Herde zum Fraß für alle wilden Tiere, weil sie keinen Hirten hatten und meine Hirten nach meiner Herde nicht fragten, sondern die Hirten sich selbst weideten, aber meine Schafe nicht weideten,

9 darum, ihr Hirten, hört des HERRN Wort!)

10 So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will an die Hirten und will meine Herde von ihren Händen fordern; ich will ein Ende damit machen, dass sie Hirten sind, und sie sollen sich nicht mehr selbst weiden. Ich will meine Schafe erretten aus ihrem Rachen, dass sie sie nicht mehr fressen sollen.

11 Denn so spricht Gott der HERR: Siehe, ich will mich meiner Herde selbst annehmen und sie suchen.

12 Wie ein Hirte seine Schafe sucht, wenn sie von seiner Herde verirrt sind, so will ich meine Schafe suchen und will sie erretten von allen Orten, wohin sie zerstreut waren zur Zeit, als es trüb und finster war.

13 Ich will sie aus den Völkern herausführen und aus den Ländern sammeln und will sie in ihr Land bringen und will sie weiden auf den Bergen Israels, in den Tälern und wo immer sie wohnen im Lande.

14 Ich will sie auf die beste Weide führen, und auf den hohen Bergen in Israel sollen ihre Auen sein; da werden sie auf guten Auen lagern und fette Weide haben auf den Bergen Israels.

15 Ich selbst will meine Schafe weiden, und ich will sie lagern lassen, spricht Gott der HERR.

16 Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken und, was fett und stark ist, behüten; ich will sie weiden, wie es recht ist.

31 Ja, ihr sollt meine Herde sein, die Herde meiner Weide, und ich will euer Gott sein, spricht Gott der HERR.

 

Andacht der Woche

 Da haut der alte Ezechiel in eine so sattsam bekannte Kerbe, als lebte er in unseren Tagen und nicht etwas vor 2500 Jahren. Allerdings finde ich das keineswegs beruhigend oder von der Art, dass ich gleich wieder zur normalen Tagesordnung übergehen möchte. Ändert sich denn nie etwas am menschlichen Verhalten?

Und wir haben es ja auch noch schwarz auf weiß: Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer. Nein, nicht nur in Afrika oder Südamerika, sondern hier bei uns. Es macht sich auch nicht allein Besitz bemerkbar. Wer genug Geld und/oder Einfluss hat, kann sich bessere Ärzte, bessere Rechtsanwälte und vorteilhafte politische Beziehungen leisten.

Gerecht ist das überhaupt nicht. Aber wer will schon schuld sein an solchen Entwicklungen? Betreibt wohl jemand ernsthaft das Abschaffen von Vorzügen, wenn es persönliche Vorteile bringt?

Es scheint mir darum wenig verwunderlich, dass zur Zeit demokratische Tugenden einen schlechten Kurs haben. Zu viele picken sich in den bestehenden Systemen die Rosinen heraus, und man kommt ihnen nicht bei. Längst gibt es die Rede von einer „politischen Kaste“, die sich selbst erhält, gut für sich sorgt und die Hürden für andere so hoch wie möglich setzt.

„Ein Wolf ist der Mensch dem Menschen“ - der Satz des Römers Plautus (um 200 v. Chr.) scheint da naheliegend. Aber höchst ungerecht dem Wolf gegenüber – denn da gibt es zwar das Leittier im Rudel. Doch der Leitwolf sorgt so für das Rudel, wie es Ezechiel als Forderung beschreibt für menschliche Leitfiguren.

Aber dass ich nun mit dem Finger auf andere zeige, ist keine gute Idee, nicht erst seit Heinemanns bekanntem Wort, dass dann ja drei Finger Hand auf mich selbst zurückweisen. Denn natürlich trage auch ich Verantwortung für andere - gut, die eine mehr, der andere weniger. Aber es liegt eben auch an mir, ob das Leben anderer – nahe stehender wie ferner Menschen – gelingt. Ich bin also auch Hirtin oder Hirte und muss mich fragen, ob ich den Maßstab Gottes ernst nehme: nämlich ein Freund des Lebens zu sein.

Aber heißt das, dass wir auf den großen Durchbruch weiter warten müssen?

Nun ja - Ezechiels Ansage und Jesu Botschaft liegen immerhin auf der gleichen Linie. Dennoch, vom „Paradies auf der Erde“ war nie die Rede! Schließlich bleiben auch Kranke, um die man sich kümmert, trotzdem krank. Aber ich möchte mir diese Welt nicht vorstellen ohne Jesu Ruf in die Nachfolge von Gerechtigkeit und Barmherzigkeit! Vielleicht wünsche ich mir manchmal Gott als den Diktator des Guten, der sich einfach durchsetzt. Aber wie? Dann auch mit Gewalt? Oder mit der Wohlfühldroge für alle?

Ich weiß immerhin, wie es sein sollte und könnte. Da bin ich von Gott unterstützt und getragen.

Winfried Gringmuth, Pastor

Liturgische Farbe

Weiß als ungebrochenes Licht, als Vereinigung aller Farben, als Farbe von Reinheit und Unschuld bestimmt die Christusfeste (Ostern, Weihnachten) und die Sonntage des Göttlichen Gegenwart (Epiphanias, Trinitatis)

Bild: Klaus Brinkmann/(c) Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.:Liturgisches Kompendium

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Wochenlied

Der Herr ist mein getreuer Hirt (EG 274)